{"id":1703,"date":"2013-07-26T13:17:55","date_gmt":"2013-07-26T11:17:55","guid":{"rendered":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/?post_type=youhelp&#038;p=1703"},"modified":"2025-07-11T09:35:01","modified_gmt":"2025-07-11T07:35:01","slug":"cybermobbing","status":"publish","type":"youhelp","link":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/help\/cybermobbing\/","title":{"rendered":"Cybermobbing"},"content":{"rendered":"<p>Das Internet macht nicht nur Spa\u00df, hilft beim Recherchieren und beim Kommunizieren. Es kann auch ganz sch\u00f6n weh tun \u2013 zum Beispiel wenn Jugendliche von Mitsch\u00fclern und Bekannten vor aller Welt gemobbt werden.\n<\/p>\n<p>Der Begriff &#8220;Mobbing&#8221; entstand in der Arbeitswelt und dr\u00fcckt aus, wenn sich Kollegen gegenseitig systematisch und fortgesetzt fertig machen. Mobbing gibt es aber auch in der Schule. Fachleute verwenden in dem Umfeld den englischen Begriff &#8220;Bullying&#8221;, der &#8220;tyrannisieren&#8221; bedeutet. Wenn Bullying vor allem im Internet stattfindet, spricht man von &#8220;Cyberbullying&#8221; oder auch von &#8220;Cybermobbing&#8221;, seltener von &#8220;Cyberstalking&#8221;.\n<\/p>\n<p><b>Was ist Cybermobbing?<\/b>\n<\/p>\n<p>Ein Mal online \u00e4rgern nervt schon genug, das ist aber noch kein Cybermobbing. Davon spricht man erst, wenn die Schikanen \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum immer wieder auftauchen. Die T\u00e4ter beleidigen, bedrohen und erpressen ihre Opfer direkt oder versuchen psychischen Druck aufzubauen. Ger\u00fcchte sollen daf\u00fcr sorgen, dass das Opfer bald alleine dasteht und keiner mehr mit ihm reden will. <\/p>\n<p>Aus \u00e4rgern kann erst dann Mobbing werden, wenn das soziale Umfeld es unterst\u00fctzt: wenn also Mitsch\u00fcler und sogar Lehrer mitmachen, mitlachen oder nichts dagegen unternehmen.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nGezielt gemobbt wird mit Medien ganz unterschiedlich: Beleidigungen kommen per E-Mail, es werden unsch\u00f6ne Bilder ver\u00f6ffentlicht, Happy-Slapping-Filme verbreitet, in denen zu sehen ist, wie auf das Opfer eingeschlagen wird, es werden die privaten Kontaktdaten des Betroffenen gepostet, Telefonterror per Anrufe oder SMS betrieben und Hass-Internetseiten bzw. Hass-Gruppen in sozialen Netzwerken gegr\u00fcndet.\n<\/p>\n<p><b>Unterschied zum Offline-Mobbing<\/b>\n<\/p>\n<p>Egal ob im Internet oder auf dem Schulhof: Mobbing verletzt. Unterschiede gibt es aber dennoch. Die T\u00e4ter k\u00f6nnen sich beim Cybermobbing in eine vermeintliche Anonymit\u00e4t fl\u00fcchten und m\u00fcssen ihrem Opfer nicht gegen\u00fcbertreten. Die Hemmschwelle ist also nicht so hoch. Wer einmal ein Ger\u00fccht ins Internet gesetzt hat, hat keine Kontrolle mehr dar\u00fcber. Handyfilme werden zahlreich weitergereicht. In besonders schlimmen F\u00e4llen kann so die ganze Welt beim Mobben mitmachen. So war es beim &#8220;Star-Wars-Kid&#8221;. Der Sch\u00fcler aus den USA hatte Videoaufnahmen liegen gelassen, die von Mitsch\u00fclern bei Youtube ver\u00f6ffentlicht wurden. <\/p>\n<p>Bald f\u00fcgte die Internet-Community den Jungen in alle m\u00f6glichen Hollywood-Filme ein. Das &#8220;Star-Wars-Kid&#8221; wird mittlerweile \u00fcberall erkannt, darauf angesprochen und musste schon mehrmals in den USA umziehen, weil es den Druck nicht mehr aushielt.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nCybermobbing endet also nie: Das Internet wird vom Unterhaltungsmedium zur Horrorwelt, der Ruheort zuhause ist keine Schutzzone mehr, weil beleidigende SMS auch dort eindringen k\u00f6nnen. Alle k\u00f6nnen das Mobben verfolgen, das Opfer wird immer mehr ausgegrenzt und ist alleine.\n<\/p>\n<p><b>T\u00e4ter machen sich strafbar<\/b><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nMal davon abgesehen, dass es unfair ist, andere Menschen online so vorzuf\u00fchren, machen sich die T\u00e4ter mit Cybermobbing auch strafbar.\n<\/p>\n<ul>\n<li>Beleidigungen <i><\/i>k\u00f6nnen eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr und eine Geldstrafe zur Folge haben.<\/li>\n<li>Die gleiche Strafe kann bei \u00fcbler Nachrede auf den T\u00e4ter zukommen. <\/li>\n<li>Das Nachstellen, auch Stalking genannt, kann mit bis zu drei Jahren Haft oder einer Geldstrafe geahndet werden. <\/li>\n<li>Man darf nicht einfach Fotos einer Person ver\u00f6ffentlichen, wenn diese nicht zugestimmt hat, oder, wenn man das Foto nicht selber gemacht hat. Damit kann man gegen das Pers\u00f6nlichkeits- und das Urheberrecht versto\u00dfen. (Das gilt \u00fcbrigens auch f\u00fcr Klassenfotos oder \u00e4hnliches, die ihr in soziale Netzwerke postet, und mit denen ihr eigentlich gar nicht mobben wollt.)<\/li>\n<\/ul>\n<p>\nUnd wenn ihr denkt, die Gesetzte w\u00fcrden f\u00fcr euch nicht gelten, weil ihr noch keine 18 Jahre alt seid: In Deutschland wurden bereits Minderj\u00e4hrige nach solchen F\u00e4llen verurteilt.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\n<b>Das kannst du tun<\/b><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nDu kannst dich vor Cybermobbing sch\u00fctzen, auch wenn du noch kein Opfer geworden bist:\n<\/p>\n<ul>\n<li>Ver\u00f6ffentliche m\u00f6glichst wenig Kontaktdaten und Privates von dir im Internet. Passw\u00f6rter sollten niemals weitergegeben und sehr sicher gew\u00e4hlt werden. <\/li>\n<li>\u00dcberlege ganz genau, was du online postest. Denk \u00fcber Kommentare, Fotos und jeden einzelnen Schritt genau nach. Was einmal im Netz ist, bleibt dort und kann von Mitsch\u00fclern und in Jahren sogar von Personalchefs gegen dich verwendet werden.<\/li>\n<li>&#8220;Google&#8221; deinen Namen ab und zu. So kannst du auf eventuelle Beleidigungen sto\u00dfen oder dir ein Bild davon machen, wie Fremde dich \u00fcbers WWW wahrnehmen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\nWenn du schon von Mobbing im Internet betroffen bist, kannst und solltest du ebenfalls etwas unternehmen. Viel zu viele Opfer schweigen und machen es so nur noch schlimmer.\n<\/p>\n<ul>\n<li>Auf beleidigende SMS, Mails oder Nachrichten solltest du nicht antworten. Wenn es beim direkten Anschreiben bleibt, kannst du die &#8220;Ignore&#8221;-Funktion nutzen, die viele Dienste anbieten.<\/li>\n<li>Jede beleidigende Mail solltest du aber aufbewahren. Das gilt auch f\u00fcr \u00f6ffentliches Mobbing auf Internetseiten. Mache davon Screenshots, damit du sp\u00e4ter Beweise hast. <\/li>\n<li>Du musst auf jeden Fall mit jemandem \u00fcber die Angriffe reden: mit deinen Freunden, Lehrern, Eltern oder einer anderen Vertrauensperson. Gemeinsam ist es einfacher eine L\u00f6sung zu finden und notfalls die Polizei zu verst\u00e4ndigen. <\/li>\n<\/ul>\n<p>\nNoch mehr Tipps, Online-Beschwerdestellen und Infos findet ihr auf <a href=\"http:\/\/www.klicksafe.de\">www.klicksafe.de<\/a>.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>Auf <a href=\"http:\/\/www.juuuport.de\">www.juuuport.de<\/a> kannst du dich mit anderen Jugendlichen zum Thema austauschen.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>Ideen gegen Mobbing und einen regelm\u00e4\u00dfigen Chat gibt\u2018s auf <a href=\"http:\/\/www.mobbing.seitenstark.de\">www.mobbing.seitenstark.de<\/a>.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>Telefonische Beratung erh\u00e4ltst du unter der Nummer gegen Kummer: 0800-1110333 (montags bis freitags 15 bis 19 Uhr). <\/p>\n<p><i>Die Informationen stammen von der Fachtagung zum Thema &#8220;Cybermobbing&#8221; vom D\u00fcsseldorfer Jugendring, der Fachstelle f\u00fcr Gewaltpr\u00e4vention und dem LVR-Medienzentrum Rheinland.<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Internet macht nicht nur Spa\u00df, hilft beim Recherchieren und beim Kommunizieren. Es kann auch ganz sch\u00f6n weh tun \u2013 zum Beispiel wenn Jugendliche von&#038;nbsp&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":1704,"template":"","categories":[1,119],"tags":[],"youpod_bearbeitungsstatus":[114],"youpod_kategorie":[],"class_list":["post-1703","youhelp","type-youhelp","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-importiert","youpod_bearbeitungsstatus-fertig-bitte-ueberpruefen","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/youhelp\/1703","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/youhelp"}],"about":[{"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/youhelp"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/youhelp\/1703\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1705,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/youhelp\/1703\/revisions\/1705"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1704"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1703"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1703"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1703"},{"taxonomy":"youpod_bearbeitungsstatus","embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/youpod_bearbeitungsstatus?post=1703"},{"taxonomy":"youpod_kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/youpod_kategorie?post=1703"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}