{"id":26897,"date":"2016-08-23T13:37:58","date_gmt":"2016-08-23T11:37:58","guid":{"rendered":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/?post_type=youhelp&#038;p=26897"},"modified":"2025-07-11T09:38:26","modified_gmt":"2025-07-11T07:38:26","slug":"gratis-onlinespiele-no-go-ohne-kostenuebersicht","status":"publish","type":"youhelp","link":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/help\/gratis-onlinespiele-no-go-ohne-kostenuebersicht\/","title":{"rendered":"&#8220;Gratis&#8221;-Onlinespiele: No-Go ohne Kosten\u00fcbersicht"},"content":{"rendered":"<p>Pokemon-K\u00f6der und Ei-Brutmaschinen. Truhen mit Edelsteinen und Kisten voller Schlumpfbeeren. Ein zus\u00e4tzliches Level oder ein neues Kost\u00fcm f\u00fcr den Helden: Wer sich &#8220;kostenlose&#8221; Games auf Handy, Tablet oder PC runterl\u00e4dt, sieht sich regelm\u00e4\u00dfig mit Verlockungen f\u00fcr schnelleres Zocken, h\u00f6here Levels und bessere Ausstattung der Avatare konfrontiert. <\/p>\n<p>&#8220;Doch &#8216;Free to Play&#8217; bedeutet keineswegs, dass Gamer hierbei kein Geld ausgeben k\u00f6nnen&#8221;, entlarvt die Verbraucherzentrale NRW die Spa\u00dfbremsen: &#8220;Viele entpuppen sich ungeachtet des kostenlosen Anstrichs als echte Geldschlucker. Denn durch In-Game-K\u00e4ufe ist es kinderleicht, zus\u00e4tzliches Spielvergn\u00fcgen f\u00fcr teures Geld freizuschalten.&#8221; <\/p>\n<p>Mal ist der Kauf-Button zentral platziert, mal \u00f6ffnen sich w\u00e4hrend des Spiels laufend Fenster, die auf die Kauf-Option hinweisen. &#8220;Oft sind es dann viele kleine K\u00e4ufe, die sich am Ende zu einer gro\u00dfen Summe addieren. Denn es ist nicht vorgeschrieben, dass Anbieter im Vorfeld klar angeben m\u00fcssen, wie viel Geld Spieler ausgeben k\u00f6nnen&#8221;, warnen die Verbrauchersch\u00fctzer. Vor allem wenn Kindern und Jugendlichen durch auf dem Smartphone hinterlegte Zahlungsmethoden der Einkauf im Spiel leicht gemacht wird, k\u00f6nne aus &#8220;Free to Play&#8221; ein finanzieller Alptraum werden. <\/p>\n<p><strong>Die Verbraucherzentrale NRW hilft mit folgenden Spielregeln, damit &#8220;Gratisspiele&#8221; nicht zur Kostenfalle werden:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was wird gespielt?<\/strong><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>Als Browser-Games und Applikationen (Apps) laden Free-to-Play-Spiele auf Computern, Tablets oder Smartphones zum Mitmachen ein. W\u00e4hrend der schnelle und unkomplizierte Einstieg in der Regel kostenlos ist, versprechen zus\u00e4tzliche kostenpflichtige Spielinhalte den dauerhaften Spa\u00df. Erh\u00e4ltlich sind neue Features, Beschleuniger, virtuelle F\u00e4higkeiten oder W\u00e4hrungen per In-Game-K\u00e4ufen vor allem innerhalb von Apps. In App-Stores werden aber auch blo\u00dfe Demo-Versionen von Spiele-Apps angeboten \u2013 wem\u2019s gef\u00e4llt, kann anschlie\u00dfend per In-App-Kauf alle Funktionen freischalten. Wichtig: Gepr\u00fcft werden sollte, ob f\u00fcrs Weiterkommen in einem Spiel In-Game-K\u00e4ufe zwingend notwendig sind. Dabei ist die Kostenfalle dann h\u00e4ufig schon ausgelegt. Auch wenn das Spiel auf virtuelle W\u00e4hrungen setzt, vernebelt dies vor allem Kindern und Jugendlichen, dass sie &#8220;echtes Geld&#8221; ausgeben.<\/p>\n<p><strong>Wie wird kassiert?<\/strong><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>Abgewickelt werden die In-Game-K\u00e4ufe \u00fcber den jeweiligen App-Store oder \u00fcber Benutzerkonten. Insbesondere Kreditkarten-, Konto- oder Handynummern sind dabei die Schl\u00fcssel f\u00fcr die Transaktion. Auf die Verliererstra\u00dfe kann geraten, wer die Daten dort dauerhaft gespeichert und nicht durch ein Passwort gesch\u00fctzt hat. Denn dann braucht es f\u00fcr unbeabsichtigte In-App-K\u00e4ufe nur einen Fingertipp. Auch per Prepaid-Gutscheinkarte, die es f\u00fcr die gro\u00dfen App-Stores zu kaufen gibt, l\u00e4sst sich das Spielevergn\u00fcgen finanzieren. Sie haben den Nebeneffekt, dass die Ausgaben gedeckelt sind und Kinder und Jugendliche mit dem Geld auf der Karte haushalten m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Was bremst die Kosten?<\/strong><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>Prepaid-Gutscheine nutzen \u2013 und keine Zahlungsarten in den Shops speichern. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen In-App-K\u00e4ufe mit einem Passwort gesch\u00fctzt oder auch vollst\u00e4ndig deaktiviert werden. Die Betriebssysteme gehen dabei unterschiedliche Wege: Bei iOS von Apple kann man In-App-K\u00e4ufe komplett deaktivieren (in den Einstellungen unter &#8220;Allgemein\/Einschr\u00e4nkungen2) oder so einstellen, dass man jedes Mal nach einem Passwort gefragt wird. Android-Nutzer k\u00f6nnen In-App-K\u00e4ufe nicht vollst\u00e4ndig sperren. Sie k\u00f6nnen nur eine PIN oder ein Passwort festlegen, das sie bei jedem Einkauf, alle 30 Minuten oder nie eingeben m\u00fcssen. Die Einstellung kann man im Google-Play-Store im Men\u00fc &#8220;Einstellungen&#8221; vornehmen. Dort muss der Punkt &#8220;PIN f\u00fcr K\u00e4ufe verwenden&#8221; ausgew\u00e4hlt werden. Anschlie\u00dfend wird vor jeder Transaktion ein vorher festgelegter PIN-Code abgefragt. Der sollte nat\u00fcrlich vor unbefugter Nutzung gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<p><strong>Bezahlen mit Daten<\/strong><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>Ein Gesch\u00e4ftsmodell bei Free-to-Play-Spielen basiert darauf, dass f\u00fcr das kostenlose Spielen durch das Abgreifen von allerhand pers\u00f6nlichen Daten bezahlt wird. So hat sich z.B. das Unternehmen hinter Pok\u00e9mon-Go, die Niantic Labs mit Sitz in den USA, den Zugriff auf viele Daten der Nutzer vorbehalten und in seiner Datenschutzerkl\u00e4rung festgeschrieben, dass alle gesammelten und gespeicherten Daten der Firma geh\u00f6ren. Diese k\u00f6nnen dann f\u00fcr Werbezwecke gewinnbringend weiterverkauft werden. Deshalb Achtung: Nur wenn der Anbieter seinen Sitz in der EU hat, gelten f\u00fcr ihn europ\u00e4ische Datenschutzstandards \u2013 und danach ist die Weitergabe personenbezogener Daten ohne Einwilligung der Betroffenen nicht erlaubt.<\/p>\n<p><strong>Kostenfalle zugeschnappt<\/strong><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>Ist ein Minderj\u00e4hriger in die Kostenfalle geraten, muss nicht alles verloren sein. Grunds\u00e4tzlich m\u00fcssen Eltern den In-Game-K\u00e4ufen zustimmen, damit diese rechtlich wirksam werden. Auch die M\u00f6glichkeit, get\u00e4tigte K\u00e4ufe zu widerrufen, sollte gepr\u00fcft werden. Rechtliche Hilfestellung dabei gibt es in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pokemon-K\u00f6der und Ei-Brutmaschinen. Truhen mit Edelsteinen und Kisten voller Schlumpfbeeren. 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