{"id":26946,"date":"2013-07-12T16:52:13","date_gmt":"2013-07-12T14:52:13","guid":{"rendered":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/?post_type=youhelp&#038;p=26946"},"modified":"2025-07-11T09:38:29","modified_gmt":"2025-07-11T07:38:29","slug":"zivilcourage-jeder-kann-helfen","status":"publish","type":"youhelp","link":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/help\/zivilcourage-jeder-kann-helfen\/","title":{"rendered":"Zivilcourage: Jeder kann helfen"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcreinander da sein, sich gegenseitig helfen &#8211; das sind Dinge, die selbstverst\u00e4ndlich sein sollten. Doch was ist, wenn es mal brenzlig wird? Eingreifen oder doch nur zusehen? Zivilcourage geht alle an.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nD\u00fcsseldorf ist die Stadt mit der zweith\u00f6chsten Kriminalit\u00e4tsrate in ganz Deutschland. Durchschnittlich 250 Straftaten werden hier begangen &#8211; jeden Tag. <\/p>\n<p>Es kann \u00fcberall passieren, auch Jugendlichen: eine Schl\u00e4gerei auf dem Schulhof, K.o.-Tropfen in der Disco oder eine Erpressung im Jugendclub. Doch wie gehen wir damit um, wenn wir Zeuge solcher oder anderer Straftaten werden?<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nDazwischen gehen, klar. Das lernen wir schon im Kindergarten. Aber tun wir das auch, wenn es wirklich darauf ankommt? Zivilcourage nennt man den Mut, sich f\u00fcr andere einzusetzen, auch wenn es schwierig wird. &#8220;Zivilcourage bedeutet, \u00fcberall unerschrocken seine Meinung zu vertreten und sich auch dann f\u00fcr andere einzusetzen, wenn es vielleicht gerade gegen den Mainstream ist&#8221;, erkl\u00e4rt Martina Kampf-Kiefer von der D\u00fcsseldorfer Fachstelle f\u00fcr Gewaltpr\u00e4vention des Jugendamtes.\n<\/p>\n<p><b>Tipps zum Einschreiten: Nicht den Helden spielen<\/b>\n<\/p>\n<p>Doch das ist oft leichter gesagt als getan. Nicht selten bedeutet ein Einschreiten gleichzeitig auch eine Gefahr f\u00fcr sich selbst. Wer zum Beispiel Zeuge einer Schl\u00e4gerei wird, m\u00f6chte ungerne selbst verletzt werden. &#8220;Jeder kann im Rahmen seiner M\u00f6glichkeiten helfen, dass eine Straftat verhindert wird&#8221;, hei\u00dft es in einer Brosch\u00fcre der &#8220;Aktion tu was&#8221;, einer Initiative der Polizei. &#8220;Niemand erwartet, dass Sie Ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzen und den Helden spielen. Es gibt Situationen, in denen die T\u00e4ter offensichtlich st\u00e4rker und zu jeder Art von Gewalt bereit sind. Wegsehen oder weglaufen aber ist keine L\u00f6sung&#8221;, erkl\u00e4rt die zentrale Stelle polizeilicher Kriminalpr\u00e4vention dort weiter.\n<\/p>\n<p>Martina Kampf-Kiefer hat hierzu einige hilfreiche Tipps: &#8220;Im Ernstfall sollte man nie alleine einschreiten, um sich selbst nicht zu gef\u00e4hrden. Man sollte sich dann allerdings Hilfe holen und gemeinsam mit anderen handeln. Bei Problemen in der Schule k\u00f6nnte man zum Beispiel mit dem Vertrauenslehrer sprechen, in der Stra\u00dfenbahn die Notbremse ziehen und den Schaffner oder Bahnfahrer alarmieren.&#8221;<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nAu\u00dferdem r\u00e4t die Mitarbeiterin der Fachstelle f\u00fcr Gewaltpr\u00e4vention, Fotos von der Situation zu machen: &#8220;Fast jeder hat ein Fotohandy, da ist so ein Foto oder Video schnell gemacht.&#8221; Eine andere M\u00f6glichkeit sieht Kampf-Kiefer in der Ablenkung von einer Situation: &#8220;Wer zum Beispiel in der Disco beobachtet, wie K.o.-Tropfen in ein Getr\u00e4nk gekippt werden, muss nicht direkt T\u00e4ter oder Opfer ansprechen, sondern kann auch gezielt stolpern und dabei das Glas umhauen, so ist die Situation erst einmal entsch\u00e4rft.&#8221;\n<\/p>\n<p><b>Auch Zeugenaussagen sind wichtig<\/b>\n<\/p>\n<p>Doch Zivilcourage geht noch weiter. Zum Mut, sich entgegenzusetzen geh\u00f6rt beispielsweise auch eine Aussage bei der Polizei oder vor Gericht, sollte man Zeuge einer Straftat werden. Auch die Vorbeugung von Straftaten geh\u00f6rt dazu: &#8220;Wir sollten immer aufeinander achten. Ist einer Au\u00dfenseiter? Rutscht jemand ab? Dann m\u00fcssen wir handeln&#8221;, sagt Martina Kampf-Kiefer.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nSich f\u00fcr andere einzusetzen und auch dann einzugreifen, wenn es gef\u00e4hrlich wird, ist also gar nicht so schwierig. Dabei muss man sich nicht selbst gef\u00e4hrden. Oft hilft es, sich zus\u00e4tzliche Hilfe zu suchen oder Situationen zu entsch\u00e4rfen.<\/p>\n<p><i><b>Ausf\u00fchrliche Tipps zum Thema Zivilcourage gibt es in einer Brosch\u00fcre der Polizei unter <\/b><\/i><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.aktion-tu-was.de\/faltblatt.pdf\"><i><b>www.aktion-tu-was.de\/faltblatt.pdf.<\/b><\/i><\/a><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\n<i><b>Bei Fragen hilft die Stelle f\u00fcr Gewaltpr\u00e4vention des Jugendamtes der Stadt D\u00fcsseldorf per E-Mail an <\/b><\/i><a target=\"_self\"><i><b>gewaltpraevention(at)duesseldorf.de.<\/b><\/i><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcreinander da sein, sich gegenseitig helfen &#8211; das sind Dinge, die selbstverst\u00e4ndlich sein sollten. Doch was ist, wenn es mal brenzlig wird? 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