{"id":16329,"date":"2014-11-30T20:55:41","date_gmt":"2014-11-30T19:55:41","guid":{"rendered":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/?post_type=younews&#038;p=16329"},"modified":"2025-07-10T13:46:20","modified_gmt":"2025-07-10T11:46:20","slug":"rassismus-im-alltag","status":"publish","type":"younews","link":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/news\/rassismus-im-alltag\/","title":{"rendered":"Rassismus im Alltag"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich d\u00fcrfte es in unserer Gesellschaft keinen Rassismus mehr geben. Doch leider ist dies nicht der Fall. Die Fremdenfeindlichkeit ist mitten unter uns.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nIm Zweiten Weltkrieg war es gang und g\u00e4be: Diskriminierung; und zwar in allen erdenklichen Formen. Jeder, der auch nur ein bisschen anders war, wurde gnadenlos ausgegrenzt. Aber wie ist das heute? Gibt es die &quot;klassische&quot; Ausl\u00e4nderfeindlichkeit noch? Die Antwort darauf ist nicht ganz einfach. Der heutige Rassismus versteckt sich hinter subtileren \u00c4u\u00dferungen und ist nicht immer gleich als solcher erkennbar.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\n<b>Gutes Deutsch<\/b><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nGerade junge Menschen m\u00fcssen dies immer wieder am eigenen Leib erfahren. Wie Mich\u00e9le, 20 Jahre. Sie war ein Jahr lang Praktikantin im Krankenhaus, und obwohl sie in Deutschland geboren wurde, kam es \u00f6fter vor, dass Patienten ihr sagten: &quot;Sie sprechen aber gut Deutsch.&quot;<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nIn der Schule sieht es nicht viel anders aus. Da wird der ausl\u00e4ndische Mitsch\u00fcler mal eben gefragt, ob er &quot;denn auch alles verstanden hat&quot;.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nDas Wort Diskriminierung wird dabei ungern gebraucht; vieles ist Grauzone. &quot;Ist doch nicht so gemeint&quot;, h\u00f6rt man dann oft. Doch was ist ernst, und was nicht?<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\n<b>Ich? Rassistisch?<\/b><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nLaut einer Studie der Universit\u00e4t Leipzig ist jeder f\u00fcnfte Deutsche ausl\u00e4nderfeindlich. Die meisten werden sich denken &quot;Rassistisch? Ich doch nicht!&quot; Man merkt es kaum im Alltag, aber immer wieder h\u00f6rt man S\u00e4tze wie &quot;In dem Laden geh ich nicht einkaufen, da kaufen nur Ausl\u00e4nder&quot;. Macht uns das sofort zu Rassisten?<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nDas ZDF hat dazu einen Selbstversuch unternommen. &quot;Der Rassist in uns&quot; hei\u00dft das Projekt und untersucht, wie leicht jeder Mensch rassistisch werden kann.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nDabei wurden 40 Teilnehmern in zwei Gruppen aufgeteilt &#8211; und zwar nach ihrer Augenfarbe. Blau\u00e4ugige sollten dabei \u00e4u\u00dferst ungerecht behandelt werden. Zuvor hatte ein Coach die Braun\u00e4ugigen darauf eingeschworen, wie minderwertig Menschen mit blauen Augen seien.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\n<b>Viele von Vorurteilen beeinflusst<\/b><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nDas Experiment funktioniert und zeigt, wie leicht Menschen sich von Vorurteilen beeinflussen lassen, und vor allem wie einfach dies auf den Alltag \u00fcbertragbar ist.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nGino geh\u00f6rt im Experiment zu den Braun\u00e4ugigen; er sollte also diskriminieren. In seinem Leben ist es genau anderes herum. Will Gino feiern gehen, muss er immer an die sechs Discos oder Clubs ausprobieren, bevor er reingelassen wird. &quot;Man wird einfach direkt als Schl\u00e4gertyp abgetan, und sowieso kommen wir ja nur, um uns zu betrinken.&quot;<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nMit solchen Vorurteilen m\u00fcssen sich Migranten t\u00e4glich auseinander setzen, was nicht immer leicht ist. Alex M\u00fcller, der sogar seinen Namen aus Angst vor Gegenwind ge\u00e4ndert hat, schreibt bei der S\u00fcddeutschen: &quot;Rassismus geht an die Substanz, ersch\u00f6pft. Immer sch\u00f6n l\u00e4cheln, nur nicht ausrasten. Das kostet Energie (&#8230;)&quot;.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\n<b>Nicht b\u00f6se gemeint<\/b><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nAber was kann man tun gegen diese kleinen Gemeinheiten, die angeblich nicht b\u00f6se gemeint sind?<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\n&quot;[Man kann etwas] \u00e4ndern, indem man mehr zuh\u00f6rt, respektvoller mit seinen Mitmenschen umgeht und Verantwortung f\u00fcr sein Handeln \u00fcbernimmt&quot;, sagt Jamie Schearer, Initiatorin des Twitter-Hashtags &quot;schauhin&quot;, in einem Interview.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nMenschen sollten sich also bewusst werden, was ihre Worte anrichten k\u00f6nnen, und versuchen, sich in die Lage ihres Gegen\u00fcbers versetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich d\u00fcrfte es in unserer Gesellschaft keinen Rassismus mehr geben. Doch leider ist dies nicht der Fall. Die Fremdenfeindlichkeit ist mitten unter uns. 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