{"id":16436,"date":"2023-09-18T16:05:04","date_gmt":"2023-09-18T14:05:04","guid":{"rendered":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/?post_type=younews&#038;p=16436"},"modified":"2025-07-11T09:36:55","modified_gmt":"2025-07-11T07:36:55","slug":"warum-queeres-kino-so-wichtig-ist-das-queerfilmfestival-2023","status":"publish","type":"younews","link":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/news\/warum-queeres-kino-so-wichtig-ist-das-queerfilmfestival-2023\/","title":{"rendered":"Warum queeres Kino so wichtig ist &#8211; Das Queerfilmfestival 2023"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Shows wie Heartstopper und Young Royals feiern auf Netflix gro\u00dfe Erfolge und zeigen: Die Nachfrage nach Serien und Filmen, bei denen &#8220;LGBTQIA+&#8221;-Charaktere im Mittelpunkt stehen, ist gro\u00df.\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Ern\u00fcchterung und Lichtblicke<\/strong><\/p>\n<p><span>In den letzten Jahren hat sich in der Filmbranche in Bezug auf Diversit\u00e4t und Repr\u00e4sentation einiges getan, sodass\u00a0<\/span><span>wir dreidimensionale queere Charaktere kennenlernen durften, deren Geschichten nicht nur auf Stereotypen und traumatischen Erfahrungen beruhen. Dennoch sind viele sexuelle\/romantische Orientierungen, Geschlechtsidentit\u00e4ten sowie intersektionale Perspektiven immer noch unterrepr\u00e4sentiert und ein Blick auf das regul\u00e4re Kinoprogramm ist f\u00fcr Fans queerer Filme oftmals ern\u00fcchternd. <\/span><\/p>\n<p><span>Doch es gibt Lichtblicke. Im Rahmen des Queerfilmfestivals 2023 feierten insgesamt zw\u00f6lf St\u00e4dte in Deutschland und \u00d6sterreich die besten queeren Filme des Jahres. Vom 7. bis zum 13. September liefen im Bambi-Filmstudio bei uns in D\u00fcsseldorf 18 internationale Filme abseits der cis-hetero Norm auf der gro\u00dfen Leinwand.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>Die Geschichte von Fe\u00f1a im Film &#8220;Mutt&#8221;\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Am 11. September 2023 pr\u00e4sentierte das Bambi den Film &#8220;Mutt&#8221; von Vuk Lungulov-Klotz. Der Film gibt einen Einblick in das Leben des jungen trans Mannes Fe\u00f1a, gespielt von Lio Mehiel.\u00a0<span>Fe\u00f1a erlebt 24 emotional aufw\u00fchlende Stunden, in denen drei Personen in sein Leben treten, die er seit rund zwei Jahren nicht mehr gesehen hat: sein Ex-Freund, seine 14-j\u00e4hrige Schwester und sein Vater.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span>Neben dem Umgang mit den komplizierten zwischenmenschlichen Beziehungen, die sich durch das Auftauchen dieser drei Charaktere ergeben, hat Fenja mit allt\u00e4glichen Problemen und Transfeindlichkeit zu k\u00e4mpfen.\u00a0<\/span><span>Der Film hat keine allzu komplexe Storyline mit Plot Twists und unerwarteten Enth\u00fcllung, aber das braucht er auch nicht. Vielmehr liegt der Fokus auf einer authentischen und intimen Darstellung von Fe\u00f1as Gef\u00fchlswelt und seinen Alltagserfahrungen.\u00a0<\/span><span>Er muss viele H\u00fcrden \u00fcberwinden und kann nur selten zur Ruhe kommen. <\/span><\/p>\n<p><span>Umso sch\u00f6ner sind die lustigen Momente des Films mit lauten Lachern im Kinosaal, und auch die ganz stillen, die sowohl Fe\u00f1a als auch den Zuschauenden Zeit zum Reflektieren geben. Der Film ist sehr ehrlich und realit\u00e4tsnah, Fe\u00f1a erf\u00e4hrt Transfeindlichkeit und Mikroaggressionen, bekommt aber auch Unterst\u00fctzung und Zuspruch. Gerade f\u00fcr trans* Personen ist es vermutlich nicht leicht anzusehen, wie Fe\u00f1a mit grenz\u00fcberschreitenden Fragen, Misgendern und Deadnaming konfrontiert wird. Es ist daher kein Wohlf\u00fchlfilm, der eine Flucht aus dem Alltag bietet, aber ein Film, in dem viele transmaskuline Personen sich und ihre Erfahrungen repr\u00e4sentiert sehen k\u00f6nnen.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>Warum Repr\u00e4sentation so wichtig ist\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>In unserer cis-heteronormativen Welt f\u00fchlen sich viele queere Menschen oft alleine, nicht gesehen und missverstanden. Umso wichtiger ist mediale Repr\u00e4sentation f\u00fcr &#8220;LGBTQIA+&#8221;-Menschen selbst, aber auch f\u00fcr die breite Gesellschaft, da Queerness so St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck normalisiert wird.\u00a0<span>Insbesondere Trans* Charaktere sind in Film und Fernsehen leider immer noch rar und kommen kaum in Hauptrollen vor.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span>Hinzu kommt, dass teilweise Falschinformationen und sch\u00e4dliche Narrative in die Welt gesetzt werden, wenn trans* und queere Menschen nicht aktiv in Produktionsprozesse und die mediale Berichterstattung einbezogen werden.\u00a0<\/span><span>Dabei ist ein sensibler Umgang mit der Thematik bitter n\u00f6tig, denn Transfeindlichkeit hat in den letzten Jahren zugenommen und trans* Menschen wurden zum Feindbild rechter Ideologie, auch bei uns in Deutschland.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>Filmfestivals als\u00a0Gef\u00fchl der Gemeinschaft<\/strong><\/p>\n<p><span>Um dieser gef\u00e4hrlichen Entwicklung entgegenzuwirken und f\u00fcr die Rechte von trans* Personen einzustehen, braucht es nat\u00fcrlich viel mehr als gut durchdachte, authentische Repr\u00e4sentation in Filmen und Serien. Sie ist aber definitiv ein Teil des Ganzen. Queere Filmfestivals tragen einen wichtigen Beitrag dazu bei, ein Gef\u00fchl der Gemeinschaft zu kreieren, Sichtbarkeit zu schaffen und Queerness zu zelebrieren.\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Shows wie Heartstopper und Young Royals feiern auf Netflix gro\u00dfe Erfolge und zeigen: Die Nachfrage nach Serien und Filmen, bei denen &#8220;LGBTQIA+&#8221;-Charaktere im Mittelpunkt stehen,&#038;nbsp&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":85,"featured_media":16437,"template":"","categories":[1,119],"tags":[],"youpod_bearbeitungsstatus":[114],"youpod_kategorie":[61],"class_list":["post-16436","younews","type-younews","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-importiert","youpod_bearbeitungsstatus-fertig-bitte-ueberpruefen","youpod_kategorie-leben","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/younews\/16436","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/younews"}],"about":[{"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/younews"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/85"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/younews\/16436\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17471,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/younews\/16436\/revisions\/17471"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16437"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16436"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16436"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16436"},{"taxonomy":"youpod_bearbeitungsstatus","embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/youpod_bearbeitungsstatus?post=16436"},{"taxonomy":"youpod_kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/youpod_kategorie?post=16436"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}