{"id":18949,"date":"2020-03-28T12:46:31","date_gmt":"2020-03-28T11:46:31","guid":{"rendered":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/?post_type=younews&#038;p=18949"},"modified":"2025-07-11T09:37:11","modified_gmt":"2025-07-11T07:37:11","slug":"jugendrat-fordert-oeffnung-von-fahrspuren-fuer-radverkehr","status":"publish","type":"younews","link":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/news\/jugendrat-fordert-oeffnung-von-fahrspuren-fuer-radverkehr\/","title":{"rendered":"Jugendrat fordert \u00d6ffnung von Fahrspuren f\u00fcr Radverkehr"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Der D\u00fcsseldorfer Jugendrat kritisiert die k\u00fcrzlich erfolgte Freigabe der Umweltspuren f\u00fcr den Autoverkehr. Dies sei ein falsches und kontraproduktives Zeichen f\u00fcr den Radverkehr.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend Bundesgesundheitsminister Spahn, Bundesarbeitsminister Heil und renommierte Virolog*innen das Radfahren als ges\u00fcndeste Alternative f\u00fcr notwendige Alltagsfahren in Zeiten von Corona empfehlen, schie\u00dfe die Stadt in die verkehrte Richtung.<\/p>\n<p>Dies sei ein falsches Zeichen f\u00fcr die zahlreichen Menschen, die wie von Expert*innen empfohlen aufgrund der Corona-Gefahrenlage mit dem Fahrrad unterwegs sind, so die Jugendlichen. W\u00e4hrend viele den Appellen Folge leisten und bei notwendigen Fahrten statt Bus und Bahn das Rad nutzen, konterkariere die Stadt diese Anstrengungen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, indem sie die Radinfrastruktur zur\u00fcckbaue und das Radfahren noch unsicherer mache.<\/p>\n<p>Bundesgesundheitsminister Spahn, Bundesarbeitsminister Heil und zahlreiche Fachleute haben in den vergangenen Tagen empfohlen, bei notwendigen Fahrten von Bus und Bahn auf das Fahrrad umzusteigen. Dies helfe stark, den engen Kontakt mit anderen Menschen und damit die Gefahr f\u00fcr die Ansteckung mit dem Atemwegsvirus zu minimieren. Zudem habe das Radfahren ohnehin einen gesundheitsf\u00f6rdernden Effekt \u2013 auch auf das Immunsystem.<\/p>\n<p>&#8220;Fahrrad f\u00fcr alle, die in der Lage sind&#8221;, sei eine einfache Intervention und sei &#8220;wahrscheinlich hocheffektiv&#8221;, sagt der Epidemiologe und fr\u00fchere Chef des Deutschen Cochrane-Zentrums in Freiburg, Gerd Antes. Ihm sei &#8220;v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich, warum das nicht pausenlos in die K\u00f6pfe getrieben&#8221;\u00a0 werde.<\/p>\n<h3>Das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel<\/h3>\n<p>Insbesondere in Zeiten von Corona sind viele Menschen auf das Fahrrad angewiesen. Die Menschen brauchen Fortbewegungsmittel, um zur Apotheke oder zum Einkaufen zu kommen. Dabei ist es in unserer Stadt aus Platz- und Umweltgr\u00fcnden l\u00e4ngst keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit mehr, ein eigenes Auto zu besitzen&#8221;, erkl\u00e4rt Lukas Mielczarek, stellvertretender Sprecher des Jugendrates.<\/p>\n<p>Weil die Stausituation in den letzten Tagen ohnehin stark zur\u00fcckgegangen sei, gebe es gar keine Notwendigkeit daf\u00fcr, Umweltspuren und Radfahrstreifen f\u00fcr den KFZ-Verkehr zu \u00f6ffnen, so die Jugendvertreter*innen. Bei ihnen herrscht Unverst\u00e4ndnis dar\u00fcber, dass dem Radverkehr seitens der Stadt wieder Platz genommen wurde und sie kritisieren, dass diese Ma\u00dfnahmen die Unfallgefahr erh\u00f6hen w\u00fcrden. F\u00fcr einen R\u00fcckzieher bei der Verkehrswende sei jetzt der absolut falsche Zeitpunkt.<\/p>\n<p>Der Jugendrat sieht ausgewiesene Fahrradstreifen als notwendig f\u00fcr eine attraktive und sichere Radinfrastruktur. Denn w\u00e4hrend in Zeiten von Corona Menschen problemlos\u00a0 in Gesch\u00e4ften Sicherheitsabst\u00e4nde von ein bis zwei Metern halten k\u00f6nnen, sei ein angemessener Abstand beim \u00dcberholen von Radfahrenden im Stra\u00dfenverkehr eine Ausnahme, leider keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit.<\/p>\n<h3>Stadt soll kurzfristig handeln<\/h3>\n<p>Die Jugendlichen appellieren an die Stadt, den Empfehlungen des Gesundheitsministers und der Virolog*innen Taten folgen zu lassen und vierspurige Stra\u00dfen kurzfristig mit breiten und gesch\u00fctzten Radspuren auszustatten. Angesichts des durch Schlie\u00dfungen von Gesch\u00e4ften, B\u00fcros und Freizeitst\u00e4tten geringeren Autoverkehrs lasse sich eine solche Ma\u00dfnahme ohne Verkehrsbeeintr\u00e4chtigungen durchsetzen. Au\u00dferdem m\u00fcsse die Stadt die B\u00fcrger*innen deutlich dazu auffordern, aufgrund der Gefahrenlage auf das Fahrrad umzusteigen.<\/p>\n<p>&#8220;Die \u00d6ffnung f\u00fcr den Radverkehr w\u00fcrde sich sowohl auf die Eind\u00e4mmung der Coronapandemie als auch auf unsere CO2-Bilanz positiv auswirken. Als Vertretung der Kinder und Jugendlichen in D\u00fcsseldorf appellieren wir eindringlich an die Verantwortlichen der Stadt&#8221;, so Lukas Mielczarek.<\/p>\n<p>Die kolumbianische Hauptstadt Bogot\u00e1 beispielsweise widmete wegen der Coronakrise hunderte Kilometer Autospuren in tempor\u00e4re Radspuren um und schaffte dadurch attraktive R\u00e4ume zum Radfahren. Ginge es nach dem Jugendrat, sollte D\u00fcsseldorf diesem Beispiel folgen und damit &#8220;ohne Nebenwirkungen und kosteng\u00fcnstig&#8221; einen gro\u00dfen Effekt erzielen.<\/p>\n<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youpod.de\/de\/help\/gesundheit\/corona\"><strong>+++ Infos, Tipps und Links zum Corona-Virus findest du im Special youpod.de\/corona +++<\/strong><\/a><\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der D\u00fcsseldorfer Jugendrat kritisiert die k\u00fcrzlich erfolgte Freigabe der Umweltspuren f\u00fcr den Autoverkehr. Dies sei ein falsches und kontraproduktives Zeichen f\u00fcr den Radverkehr. 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