{"id":20377,"date":"2013-10-18T09:49:25","date_gmt":"2013-10-18T07:49:25","guid":{"rendered":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/?post_type=younews&#038;p=20377"},"modified":"2025-07-11T09:32:27","modified_gmt":"2025-07-11T07:32:27","slug":"koe-bogen-eroeffnet-neues-feeling-fehlt","status":"publish","type":"younews","link":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/news\/koe-bogen-eroeffnet-neues-feeling-fehlt\/","title":{"rendered":"K\u00f6-Bogen er\u00f6ffnet, neues Feeling fehlt"},"content":{"rendered":"<p>Viele Jahre Bauzeit, ein B\u00fcrgerbegehren und ein vermeintlicher Brandanschlag: Die Geschichte des K\u00f6-Bogens ist lang und voller H\u00fcrden. Am Donnerstag wurde der erste Abschnitt er\u00f6ffnet. Doch das neue Stadtgef\u00fchl l\u00e4sst auf sich warten.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nEs ist kurz vor 12 Uhr, als D\u00fcsseldorfs Oberb\u00fcrgermeister Dirk Elbers sich den Weg durch die Menge bahnt. Einige hundert Menschen waren zum Edelkaufhaus Breuninger gestr\u00f6mt, das am Donnerstag stellvertretend f\u00fcr den gesamten K\u00f6-Bogen feierlich er\u00f6ffnet wurde. Fast symbolisch f\u00fcr die vielen Hindernisse, die er und sein Vorg\u00e4nger Joachim Erwin \u00fcberwinden mussten, stolpert Elbers \u00fcber das Absperrband. Nachdem er sich wieder gefangen hatte, schreitet er zum magischen Moment, der ein kleines St\u00fcck D\u00fcsseldorfer Geschichte beschreibt: Gemeinsam mit Star-Architekt Daniel Libeskind, der die neuen Bauten am Jan-Wellem-Platz entworfen hatte, Stefan M\u00fchlig, dem Leiter des Bauprojektes, und Willy Oergel, dem Vorsitzenden der Breuninger-Gruppe, zerschneidet Elbers das dunkelrote Samtband und er\u00f6ffnet somit eines der umstrittensten D\u00fcsseldorfer Bauprojekte und die wohl tiefgreifendste Ver\u00e4nderung der Innenstadt der vergangenen Jahre.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nDer K\u00f6-Bogen hat schon heute eine lange und ereignisreiche Geschichte: ein z\u00e4hes Hin und Her \u00fcber die zuk\u00fcnftigen Bewohner der Luxusbauten, ein gescheitertes B\u00fcrgerbegehren gegen den Verkauf der st\u00e4dtischen Fl\u00e4chen am Jan-Wellem-Platz, der Abriss des Tausendf\u00fc\u00dflers, Kostenexplosionen beim U-Bahn-Bau und ein vermeintlicher Brandanschlag auf den Westfl\u00fcgel des Geb\u00e4udes vor gerade einmal drei Wochen. Doch selbst wer sich f\u00fcr all diese Ereignisse nicht interessiert, kommt nicht umhin zu bemerken, dass der Bau des K\u00f6-Bogens nicht viel weniger ist, als eine der gr\u00f6\u00dften Ver\u00e4nderungen der Stadtstruktur in D\u00fcsseldorfs j\u00fcngerer Geschichte.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\n<b>Viel L\u00e4rm und ein halber Rohbau<\/b><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nDonnerstag war es dann soweit, die Baustelle wurde f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung freigegeben. Und jetzt? Wie f\u00fchlt sie sich an, die neue D\u00fcsseldorfer Innenstadt? Vor allem laut. Denn fertig ist der K\u00f6-Bogen noch lange nicht. W\u00e4hrend vom Jan-Wellem-Platz die Menschen in das erste neu er\u00f6ffnete Gesch\u00e4ft str\u00f6men, befindet man sich am Hinterausgang Richtung Hofgarten noch mitten auf einer Baustelle. Da stehen Bauarbeiter mit gelben Westen und wei\u00dfen Helmen herum und trinken Kaffee, rollen Rollrasen auf die neu gestaltete Promenade oder schieben dampfenden Teer \u00fcber die Erweiterung des Hofgartengrabens.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nEine kleine Br\u00fccke f\u00fchrt nun von den belebten Gesch\u00e4ftsstra\u00dfen zum ruhigen Innenstadtparadies des Hofgartens. Genie\u00dfen l\u00e4sst sich dieses Idyll allerdings nicht. Lautes H\u00e4mmern, brummende Motoren und das Knallen fallender Metallrohre zerst\u00f6ren die ruhige Herbststimmung. Die Auswirkungen des Brandes vor drei Wochen sind zwar nicht mehr zu erkennen, best\u00fcckt sind die Gesch\u00e4fte im westlichen Geb\u00e4udeteil aber auch nicht. Abdeckplane flattert an gro\u00dfen Teilen des Geb\u00e4udes, im Hintergrund l\u00e4chelt das D\u00fcsseldorfer :D-Smiley her\u00fcber. Der Gesamtkomplex mit Gesch\u00e4ftsr\u00e4umen und Hofgartenpromenade wirkt unfertig, als h\u00e4tte Elbers hier einen halben Rohbau er\u00f6ffnet.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nOb das Geb\u00e4ude in die Stadt passt oder nicht, ist schwer zu sagen. Die modernen Glasbauten wirken &#8211; im Gegensatz zur Hofgartenbr\u00fccke &#8211; nicht so k\u00fchl wie erwartet. Doch das Gef\u00fchl, dass die geschwungenen Kl\u00f6tze ab jetzt an diese Stelle geh\u00f6ren, mag sich trotzdem nicht einstellen. &quot;Die braunen Dinger sind ziemlich h\u00e4sslich&quot;, findet die 13-j\u00e4hrige Michelle und meint damit die Libeskind-Bauten. Die Sch\u00fclerin h\u00e4tte sich sch\u00f6nere Geb\u00e4ude gew\u00fcnscht.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\n<b>Unbezahlbares bei Breuninger<\/b><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\n&quot;Das ist f\u00fcr alle Generationen jetzt eine neue Situation in der Stadt&quot;, erkl\u00e4rt Oberb\u00fcrgermeister Elbers im Gespr\u00e4ch mit youpod. &quot;Da wo fr\u00fcher die Bahn hielt, ist jetzt eine qualitativ hochwertige Aufenthaltsfl\u00e4che. Auch Jugendliche k\u00f6nnen hier herkommen, das genie\u00dfen und nebenbei auch noch shoppen.&quot;<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nDass die Jugendlichen beim gerade er\u00f6ffneten Breuninger-Kaufhaus shoppen gehen werden, ist allerdings eher unwahrscheinlich. &quot;Jacke &#8211; 899 \u20ac&quot; hei\u00dft es auf einem Schild in der Damenabteilung. Ein paar St\u00e4nde weiter h\u00e4ngt ein Fellj\u00e4ckchen f\u00fcr schlappe 1149,99 Euro. &quot;Da gucke ich mir die Sachen nur an und kaufe die dann bei H&amp;M, das ist billiger&quot;, findet Michelle.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nAnders als Michelle sieht Lea die K\u00f6-Bogen-Bauten. Sie findet die neuen Geb\u00e4ude gar nicht so schlecht: &quot;Die neuen Kaufh\u00e4user sind eine optische Versch\u00f6nerung f\u00fcr die Stadt. Und die L\u00e4den bieten eine gr\u00f6\u00dfere Auswahl&quot;. Die Sch\u00fclerin w\u00fcrde sogar den Durchgang zum Hofgarten nutzen: &quot;Ich kann mir gut vorstellen, da mit Freunden mal hinzugehen. Alleine w\u00fcrde ich da aber nicht lang laufen&quot;, sagt die Zw\u00f6lfj\u00e4hrige.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nVielleicht muss man dem Gesamtkomplet die Chance geben, sich zu entwickeln. Die Promenade mit ihren Sitzgelegenheiten und dem verl\u00e4ngerten Arm der D\u00fcssel k\u00f6nnte im kommenden Sommer ohne die st\u00f6renden Baustellen noch ihren eigenen Charme entwickeln. Ob die Libeskind-Bauten aber eines Tages fest zum gef\u00fchlten Stadtbild geh\u00f6ren, ist noch schwer vorzustellen. Heute zumindest sind sie eher ein Fremdk\u00f6rper im Rohzustand, umgeben von Baul\u00e4rm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Jahre Bauzeit, ein B\u00fcrgerbegehren und ein vermeintlicher Brandanschlag: Die Geschichte des K\u00f6-Bogens ist lang und voller H\u00fcrden. 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