{"id":26617,"date":"2016-07-27T12:47:04","date_gmt":"2016-07-27T10:47:04","guid":{"rendered":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/?post_type=younews&#038;p=26617"},"modified":"2025-07-11T09:38:13","modified_gmt":"2025-07-11T07:38:13","slug":"leben-mal-ganz-anders-etwas-andere-ferien-in-einem-bergdorf-in-nepal","status":"publish","type":"younews","link":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/news\/leben-mal-ganz-anders-etwas-andere-ferien-in-einem-bergdorf-in-nepal\/","title":{"rendered":"Leben mal ganz anders \u2013 etwas andere Ferien in einem Bergdorf in Nepal"},"content":{"rendered":"<p>Die Ferien sind da und als Studentin sind sie oft noch deutlich l\u00e4nger als zu Schulzeiten. So auch in meinem Fall und ich dachte mir, das muss ich nutzen, um mal weiter weg zu fahren. Seit zwei Wochen bin ich schon an meinem Ziel angekommen: Sikles, ein kleines Bergdorf in Nepal. Hier lerne ich die Menschen kennen und helfe als Freiwillige im Kindergarten.<\/p>\n<p><strong>Wie es zu meinem Reiseziel kam<\/strong><\/p>\n<p>Vor zwei Jahren lernte ich in England einen Lehrer kennen, der aus dem kleinen Dorf im Himalaya kam. Er war gerade in England, gef\u00f6rdert durch ein Programm des British Council und zwei Tage schauten wir uns gemeinsam Liverpool an.<\/p>\n<p>Er war zu Besuch bei einer Professorin der John Moores University in Liverpool, die vor etwa 20 Jahren als Freiwillige in Sikles war. Na, das wollte ich doch auch mal machen &#8211; und bei der Planung meines diesj\u00e4hrigen Sommers wurden die Pl\u00e4ne dann konkret. <\/p>\n<p>Also schrieb ich dem Lehrer \u00fcber Facebook und plante einen vierw\u00f6chigen Aufenthalt, w\u00e4hrenddessen ich im Kindergarten und der Grundschule helfen sollte. Unterkommen wollte ich bei einer Familie, weil man so eine andere Kultur besser kennenlernt und sich au\u00dferdem nie langweilt. <\/p>\n<p><strong>Meine Erwartungen vor der Reise<\/strong><\/p>\n<p>Dass das Leben in den Bergen anders ist, das wusste ich. Ich rechnete damit, dass Strom und Mobilfunkempfang sehr begrenzt sein w\u00fcrden, auf die Nutzung eines Plumpsklos, ebenso wie auf einen \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Konsum von Reis hatte ich mich ebenfalls eingestellt. Auch dass nur begrenzt Produkte verf\u00fcgbar sind, war mir klar: Immerhin sind es mit dem Jeep sechs Stunden bis zur n\u00e4chst gr\u00f6\u00dferen Stadt. <\/p>\n<p><strong>&#8230; und die Realit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Aber wie das dann so ist, war es anders als erwartet: Der Mobilfunkempfang ist ausgezeichnet, sogar das mobile Internet ist sehr stabil und in meinem Gastgeberhaus gibt es zwei Steckdosen. Die Stromversorgung ist auch viel stabiler als in der Stadt, in der es mehrmals t\u00e4glich zu Ausf\u00e4llen von ein paar Stunden kam. Alle hier haben Smartphones und es gibt sogar einen R\u00f6hrenfernseher. Klingt sehr fortschrittlich, ist es aber eigentlich gar nicht, denn die technischen Produkte wirken mehr wie Gegenst\u00e4nde, die aus der Zukunft geholt wurden. <\/p>\n<p>Denn w\u00e4hrend es zwei Steckdosen gibt, verf\u00fcgt jedes Haus nur \u00fcber einen Wasseranschluss au\u00dferhalb des Hauses, am Nebengeb\u00e4ude, in dem sich das Plumpsklo und der Raum zum Waschen befinden. Gekocht wird \u00fcber einem offenen Feuer, das gleichzeitig das Herz des Hauses darstellt. Gegessen wird dreimal am Tag mit den H\u00e4nden. Ich bekomme immer einen L\u00f6ffel, aber au\u00dfer mir isst nur manchmal das dreij\u00e4hrige Kind mit dem L\u00f6ffel. Das Essen ist scharf \u2013 es gibt immer Reis mit Linsen und einer Beilage, entweder einer Kartoffel oder, wenn man Gl\u00fcck hat, noch zwei Bohnen zur Kartoffel. <\/p>\n<p>Einen Tisch oder Stuhl sucht man vergeblich im Haus. Gesessen wird auf einer Strohmatte, entweder mit angewinkelten Beinen oder im Schneidersitz. <\/p>\n<p><strong>Als Freiwillige im Kindergarten<\/strong><\/p>\n<p>Auch der Kindergarten ist anders ausgestattet als bei uns: Wieder sucht man St\u00fchle und Tische vergeblich. Es gibt ein paar d\u00fcnne Matten, die vor der K\u00e4lte des Bodens sch\u00fctzen, eine Tafel und ein paar alte Puppen. <\/p>\n<p>Die ersten eineinhalb Stunden spielen die Kinder miteinander und den paar kaputten Puppen. Manchmal machen die Erzieherinnen auch ein Lied auf ihrem Handy an und einige Kinder tanzen dazu. Danach werden Zahlen oder Buchstaben ge\u00fcbt, immer abwechselt: Den ersten Tag unsere arabischen Zahlen, den zweiten Tag das nepalische Alphabet, den dritten Tag die lateinischen Buchstaben und zuletzt die nepalischen Zahlen. Danach wird auf Strohmatten gegessen, dreimal die Woche Reis und Bohnen, einmal ein anderes Getreide, das s\u00fc\u00df schmeckt und ich nicht genau einordnen kann, und einmal Yum-Yum-Nudeln. <\/p>\n<p><strong>Mein pers\u00f6nliches Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Das Leben hier ist echt anders. Wer mal was ganz anderes in seinen Ferien machen m\u00f6chte, dem kann ich einen Aufenthalt in Sikles nur empfehlen. Man lernt die Vorteile einer Metropole wie D\u00fcsseldorf und eines Lebens in einem so entwickelten und reichen Land wie Deutschland wirklich zu sch\u00e4tzen. Das ein oder andere beginnt man aber auch zu hinterfragen &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ferien sind da und als Studentin sind sie oft noch deutlich l\u00e4nger als zu Schulzeiten. 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