{"id":41692,"date":"2022-10-06T10:54:01","date_gmt":"2022-10-06T08:54:01","guid":{"rendered":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/?post_type=younews&#038;p=41692"},"modified":"2025-07-11T09:56:09","modified_gmt":"2025-07-11T07:56:09","slug":"safe-space-fuer-alle-themen-zuhoererinnen-fuer-die-nummer-gegen-kummer-gesucht","status":"publish","type":"younews","link":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/news\/safe-space-fuer-alle-themen-zuhoererinnen-fuer-die-nummer-gegen-kummer-gesucht\/","title":{"rendered":"Safe Space f\u00fcr alle Themen \u2013 Zuh\u00f6rer*innen f\u00fcr die Nummer gegen Kummer gesucht"},"content":{"rendered":"<p><span><strong><em>&#8220;Dar\u00fcber reden hilft\u201c \u2013 Dieser Slogan hat Miso (22) \u00fcberzeugt, ehrenamtlich bei der Nummer gegen Kummer 116 111 zu arbeiten. Hier engagieren sich Jugendliche zwischen 16 und 27 Jahren, um Kindern und Jugendlichen bei ihren Problemen und Fragen am Telefon zur Seite zu stehen. Die Beratung ist immer anonym und kostenlos.<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p>Miso ist gerade mit ihrer Ausbildung zur Beraterin beim Kinderschutzbund D\u00fcsseldorf fertig. In der Corona-Zeit hat sie gemerkt, dass viele Menschen Probleme entwickeln, \u00fcber die mehr gesprochen werden sollte. Neben dem Studium telefoniert sie jetzt samstags mit Kindern und Jugendlichen, die Hilfe ben\u00f6tigen. &#8220;Das Wichtigste ist, einfach gut zuzuh\u00f6ren und die Probleme der Jugendlichen ernst zu nehmen. Einige rufen an, weil sie zum Beispiel Liebeskummer oder Probleme mit ihren Eltern haben. Die Gr\u00fcnde k\u00f6nnen aber total individuell sein und genauso gehen wir auch damit um. Ich wollte schon immer was bewegen und daher ist das Engagement bei der Nummer gegen Kummer genau das Richtige f\u00fcr mich\u201c, erz\u00e4hlt Miso.<\/p>\n<p><strong>Ein Ehrenamt, bei dem man etwas zur\u00fcck bekommt<\/strong><\/p>\n<p>Der 24-j\u00e4hrige Jakob ist durch einen Zeitungsartikel auf die Ausbildung aufmerksam geworden. Mittlerweile ist er schon seit mehr als einem Jahr Berater. &#8220;Ich finde es total sch\u00f6n, wenn man nach einem Anruf das Feedback bekommt, dass man der Person helfen konnte. Dabei ist es auch gar nicht schlimm, wenn man an seine eigenen Grenzen st\u00f6\u00dft. In einigen F\u00e4llen leiten wir die Personen dann auch an andere Stellen weiter, da wir nat\u00fcrlich keine Psycholog*innen sind&#8221;, betont Jakob.<\/p>\n<p>Die Jugendlichen k\u00f6nnen sich f\u00fcr Schichten eintragen, die immer samstags zwischen 14 und 20 Uhr sind. Wie viele Schichten man \u00fcbernimmt, kommt ganz darauf an, wie viel Zeit man hat. Die Schichten dauern drei Stunden und die Telefonate k\u00f6nnen oft nach f\u00fcnf Minuten schon vorbei sein. Manchmal dauern sie auch eine Stunde. Die Anrufe sind dabei immer abwechslungsreich, da man nie wei\u00df, mit welchem Problem sich die n\u00e4chste Peron meldet.\u00a0<\/p>\n<p><span><b>Ein Safe Space f\u00fcr alle m\u00f6glichen Themen<\/b><\/span><\/p>\n<p><span>Miso ist ein Gespr\u00e4ch ganz besonders im Ged\u00e4chtnis geblieben. &#8220;Ich habe mit einer Person telefoniert, die etwa in meinem Alter war und eine t\u00f6dliche Diagnose bekommen hat. Wir haben dar\u00fcber geredet, wie man sich auf den eigenen Tod vorbereitet und das hat mich sehr ber\u00fchrt&#8221;, erinnert sich Miso. Bei solchen besonderen Anrufen k\u00f6nnen sich die Berater*innen an erfahrene Kolleg*innen oder die Supervision wenden, wenn sie sich unsicher sind oder dar\u00fcber reden m\u00f6chten. Miso geht zum Beispiel nach dem Telefonieren gerne zum Sport, um einen Ausgleich zu bekommen.<\/span><\/p>\n<p>Manchmal rufen Jugendliche auch an, weil sie einfach Langeweile haben. Das ist aber gar nicht schlimm und kann auch ziemlich lustig sein. Annica (22) hat das auch schonmal erlebt. &#8220;Manchmal singen die Anrufer*innen uns etwas vor oder tun so, als ob sie eine Pizza bestellen. Auch wenn das nicht unser eigentlicher Zweck ist, kommen wir dann oft mit den Jugendlichen ins Gespr\u00e4ch. Uns ist wichtig, entspannt zu reagieren, damit die Jugendlichen sich vielleicht einmal daran zur\u00fcckerinnern, wenn sie ein wirkliches Problem haben&#8221;, erz\u00e4hlt die Studentin.<\/p>\n<p><strong>Hast du auch Lust, dich zu engagieren?<\/strong><\/p>\n<p>Jede*r zwischen 16 und 23 Jahren kann selbst bei der Nummer gegen Kummer 116 111 ehrenamtlich telefonieren. Dazu wird jedoch eine besondere Ausbildung ben\u00f6tigt. Am 13. und 19. Oktober finden um 18:30 Uhr Infoabende beim Kinderschutzbund (Posener Stra\u00dfe 60, 40231 D\u00fcsseldorf) statt. F\u00fcr die Termine ist eine Anmeldung unter 0211 6170570 oder <a href=\"mailto:mueller@kinderschutzbund-duesseldorf.de\">mueller@kinderschutzbund-duesseldorf.de<\/a> notwendig.<\/p>\n<p>Die Ausbildung startet mit einem Wochenende in der Jugendherberge Bad M\u00fcnstereifel am 13. Januar. Darauf folgen sechs Samstage (einer pro Monat), drei Online-\u00dcbungsabende und ein Abschlusswochenende, bei denen die Teilnehmenden Skills zur Beratung erlernen. Die Ausbildung umfasst insgesamt 70 Stunden und kostet 75 Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Dar\u00fcber reden hilft\u201c \u2013 Dieser Slogan hat Miso (22) \u00fcberzeugt, ehrenamtlich bei der Nummer gegen Kummer 116 111 zu arbeiten. 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