{"id":42938,"date":"2025-04-14T23:45:46","date_gmt":"2025-04-14T21:45:46","guid":{"rendered":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/?post_type=younews&#038;p=42938"},"modified":"2025-07-10T13:42:15","modified_gmt":"2025-07-10T11:42:15","slug":"vom-tanz-zur-transformation-interview-mit-performer-aleksandrs-baldiskins","status":"publish","type":"younews","link":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/news\/vom-tanz-zur-transformation-interview-mit-performer-aleksandrs-baldiskins\/","title":{"rendered":"Vom Tanz zur Transformation \u2013 Interview mit Performer Aleksandrs Baldiskins"},"content":{"rendered":"<p><span ><strong><em>Ein Rave an Ostern in der Kirche? Was nach einer abgefahrenen Idee klingen mag, wird in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag in der Christuskirche in D\u00fcsseldorf Wirklichkeit. In der multidisziplin\u00e4ren Auferstehungsfeier &#8220;EXULT!&#8221;&nbsp;verschmelzen Gottesdienst, Performance und Rave miteinander. Aleksandrs Baldiskins (25) spricht im Interview mit youpod \u00fcber die Performance &#8220;Ewig Limbus, Baby!&#8221;, ein zentraler Teil der Auferstehungsfeier, und gew\u00e4hrt Einblicke in sein Leben als T\u00e4nzer.&nbsp;<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p><strong>Ari: Du bist nun schon l\u00e4nger als T\u00e4nzer aktiv. Wie bist du zum Tanzen gekommen? Wo hast du deine Leidenschaft entdeckt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Aleksandrs:<\/strong> Die Leidenschaft f\u00fcrs Tanzen war schon immer da. Von klein auf habe ich mich bewegt, angefangen bei Kinderkursen bis zum Hobby-Tanzen und danach Eiskunstlauf. Da begann auch die Idee, dass ich damit professionell etwas machen k\u00f6nnte. Nach dem Eiskunstlaufen folgte die Vorausbildung des Tanzes und dann kam der Punkt, an dem ich gesagt habe, der Fokus liegt jetzt auf dem Tanz, und so entwickelte sich das mit jedem Jahr weiter.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was bedeutet dir das Tanzen als Ausdrucksform? Was kannst du damit k\u00fcnstlerisch transportieren?<\/strong><\/p>\n<p>Alles. Aber um jetzt ein Beispiel zu nennen: Ich glaube, wir Menschen k\u00f6nnen mit Bewegung und Tanz all unsere Emotionen zum Ausdruck bringen. Man sagt ja oft: &#8220;Tanz ist das, was ein Wort nicht sagen kann.&#8221; Finde ich auch absolut richtig. Ich denke allerdings, da ist noch viel mehr, was vielleicht tats\u00e4chlich in einem Wort oder Satz enthalten ist, aber erst durch die Bewegung k\u00f6nnen Bilder er\u00f6ffnet werden, die so auf den ersten Blick gar nicht zu sehen sind.<\/p>\n<p><strong>Das zeigt sich dann sicher auch in &#8220;Ewig Limbus, Baby!&#8221;.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/><span >Kannst du uns ein paar Einblicke in EXULT! als Ganzes und euren Performance-Part geben?<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Ich finde es selbst erstmal total spannend, alles tagt\u00e4glich miterleben zu k\u00f6nnen. &#8220;Ewig Limbus, Baby!&#8221; ist eine Mischung aus Schauspiel und Tanz. Dazu kommt noch, dass wir vor der Performance hier in der Christuskirche einen Gottesdienst haben werden. Der f\u00fchrt dann in die Performance \u00fcber und das Ganze resultiert in einem Rave. Es ist also sehr in unserer Zeit gehalten und insgesamt ein spannendes Zusammenwirken der k\u00fcnstlerischen Bereiche, angefangen von Musik \u00fcber Theater und Tanz bis hin zu der Idee der Osterzeit, der Auferstehung Christi und wie wir das heutzutage sehen und vielleicht auch nachvollziehen k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie seid ihr an die Performance herangegangen? Wie sieht euer Prozess aus?<\/strong><\/p>\n<p>In den vergangenen Tagen haben wir mit dem Choreografen Daniel Smith an der t\u00e4nzerischen Choreografie gearbeitet. Zu Beginn war es haupts\u00e4chlich ein Kennenlernen, denn wir sind zwei professionelle T\u00e4nzer und zwei professionelle Schauspielerinnen und mussten erstmal eine gemeinsame Sprache finden in unserer Bewegung. So hat Daniel angefangen, nach Bewegungen zu schauen, nach bestimmten Geschehnissen mit der Musik und dem Kontext. Da bauen wir gerade noch weiter, und in der letzten Woche schauen wir uns die schauspielerische Arbeit an. Dann f\u00fcgt sich alles zu einem gro\u00dfen Bild zusammen.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das wird bestimmt ein sehr interessantes Erlebnis f\u00fcr die Menschen, die letztendlich an dem Abend kommen.&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt wo du das sagst. Alles passiert in einem Raum und die Zuschauerinnen und Zuschauer sind direkt dabei. Oftmals haben wir das im Theater so, dass das Publikum au\u00dferhalb sitzt und alles von au\u00dfen betrachtet. Hier sind die Menschen direkt involviert. Das ist sehr spannend.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrdest du sagen, das macht auch f\u00fcr dein eigenes Empfinden und deine Performance etwas aus?&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Absolut. Es ist sehr lebendig, sehr echt und ein direkter Austausch. Man hat keine Distanz zwischen den Menschen, sondern ist direkt miteinander verbunden.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Als T\u00e4nzer hast du schon einige Stationen durchlaufen und bist jetzt freischaffender Darsteller. Wie k\u00f6nnen wir uns deinen Arbeitsalltag vorstellen?&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Manchmal habe ich Projekte, bei denen ich mitwirke. Au\u00dferdem unterrichte ich noch Tanz und kreiere meine eigene Soloarbeit. Ich glaube, freischaffende K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler haben super verschiedene Zug\u00e4nge zu ihrer Alltagsarbeit. Aber haupts\u00e4chlich basiert sie bei mir auf freischaffenden Projekten, wie &#8220;Ewig Limbus, Baby!&#8221; zum Beispiel, dem Unterrichten, eigenem Kreieren und der Suche nach Inspiration f\u00fcr die Arbeit. Dabei kommt alles zusammen. Ob es jetzt die Musik ist, die man morgens h\u00f6rt, oder der Film, den man schaut im privaten Bereich. Der Alltag f\u00fcr mich als Darsteller ist ein Allround-Paket.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckblickend auf deine bisherige Laufbahn: Gab es f\u00fcr dich gr\u00f6\u00dfere Herausforderungen, auf die du gesto\u00dfen bist?&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube, wenn man in der Kunst t\u00e4tig ist, ist die Ausdrucksform, in der man arbeitet, sehr nah mit dem eigenen Leben verbunden. Da sage ich auch ganz ehrlich: Wenn es mir gut geht, ist meine Arbeit gut. Wenn es mir nicht gut geht, ist meine Arbeit vielleicht trotzdem gut, aber hat andere Einfl\u00fcsse, andere Formen, die sie annimmt. Dazu kommen dann noch die ganz normalen allt\u00e4glichen Sorgen und Freuden. Es gibt wunderbare Zeiten, aber genauso auch sehr tiefe Zeiten, wo ich mich, wie wir alle, dann mal frage: Wo stehe ich denn eigentlich? Spricht das noch zu mir? Spricht das nicht zu mir? Da Leichtigkeit zu finden ist spannend, aber erfordert auch Kraft.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Du hast gerade angesprochen, es gibt auch wunderbare Zeiten. Hast du in Bezug auf das Tanzen einige Momente aus der Vergangenheit, an die du dich gerne zur\u00fcckerinnerst, oder etwas, auf das du dich mit Blick auf die Zukunft freust?&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Ich greife dann mal die Zukunft oder zumindest das Heute auf, auch wenn es in der Vergangenheit sicherlich sch\u00f6ne Momente gab, an die ich mich erinnere. Jetzt gerade freue ich mich, dass ich auch meine pers\u00f6nliche Arbeit entwickeln und nach ihr schauen kann, das hei\u00dft, dass ich meine t\u00e4nzerischen Ideen in den Raum bringe und mir mein Arbeitsumfeld und mein Alltag diese M\u00f6glichkeit erlauben. Davor war es oftmals allein die Arbeit f\u00fcr jemand anderen. Jetzt gebe ich auch Acht darauf, dass meine Ideen in die Entwicklung kommen. Ein gro\u00dfer Erfolgsmoment, zum Beispiel ein bedeutender Auftritt, ist oft nur dieser eine Augenblick, der schnell weg ist. Danach geht\u2019s weiter. Ich entdecke gerade f\u00fcr mich, dass kleine Momente zusammengef\u00fcgt einen gro\u00dfen, wunderbaren ergeben k\u00f6nnen. Und das gef\u00e4llt mir.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hast du ein paar Tipps f\u00fcr j\u00fcngere Menschen, die an Tanz und Performance interessiert sind und vielleicht auch in eine professionellere Richtung gehen m\u00f6chten?<\/strong><\/p>\n<p>Ich glaube, es ist wirklich wichtig, ein Gef\u00fchl zu haben. Einfach ein Gef\u00fchl. Und wenn man dieses Gef\u00fchl hat, etwas ausprobieren zu wollen, sofort machen. Wir sind in dieser Zeit, in der wir so viel abgelenkt werden, dass wir den Bezug zu uns manchmal vergessen. Wenn man dann sieht, das k\u00f6nnte tats\u00e4chlich in eine vertiefte oder professionelle Richtung gehen, gibt es alles M\u00f6gliche: Institutionen, kleine Vereine, Tanz- und Theaterschulen oder Studios. Am Ende des Tages, egal was wir tun, ist mir super wichtig f\u00fcr uns alle, dass wir einen Ausdruck haben. Egal, wie dieser konkret aussieht, er ist notwendig. In diesen lauten, auch guten, aber dann doch turbulenten Tagen darf sich unser ehrlicher Ausdruck nicht verlieren.&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Deine abschlie\u00dfenden Worte zu &#8220;EXULT!&#8221; und konkret &#8220;Ewig Limbus, Baby!&#8221;?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin super gespannt, wie sich die Performance noch weiter entwickeln wird. Mit jedem Tag formt sich mehr und mehr ein gro\u00dfes Bild, und ein solches Projekt hat man nicht oft. Man kann es finden, aber dass man so eine besondere Location hat, ein besonderes Team und die verschiedenen Herangehensweisen aus der k\u00fcnstlerischen Perspektive, ist in dieser Form nicht immer gegeben. Alle interessierten Menschen sind herzlich willkommen, sich das anzuschauen und zu erleben.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Rave an Ostern in der Kirche? Was nach einer abgefahrenen Idee klingen mag, wird in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag in der Christuskirche&#038;nbsp&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":42939,"template":"","categories":[1,119],"tags":[],"youpod_bearbeitungsstatus":[114],"youpod_kategorie":[52],"class_list":["post-42938","younews","type-younews","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-importiert","youpod_bearbeitungsstatus-fertig-bitte-ueberpruefen","youpod_kategorie-freizeit","description-off"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/younews\/42938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/younews"}],"about":[{"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/younews"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/younews\/42938\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42940,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/younews\/42938\/revisions\/42940"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/42939"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42938"},{"taxonomy":"youpod_bearbeitungsstatus","embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/youpod_bearbeitungsstatus?post=42938"},{"taxonomy":"youpod_kategorie","embeddable":true,"href":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/wp-json\/wp\/v2\/youpod_kategorie?post=42938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}