{"id":5304,"date":"2015-10-06T10:28:39","date_gmt":"2015-10-06T08:28:39","guid":{"rendered":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/?post_type=younews&#038;p=5304"},"modified":"2025-07-11T09:32:14","modified_gmt":"2025-07-11T07:32:14","slug":"mit-theater-gegen-die-probleme-der-besatzung-das-yes-theatre","status":"publish","type":"younews","link":"https:\/\/juriserver.de\/youpod.stagin\/news\/mit-theater-gegen-die-probleme-der-besatzung-das-yes-theatre\/","title":{"rendered":"Mit Theater gegen die Probleme der Besatzung &#8211; das YES-Theatre"},"content":{"rendered":"<p>Theater ist f\u00fcr uns selbstverst\u00e4ndlich ein Teil des kulturellen Lebens. In vielen anderen Teilen der Welt jedoch nicht. So auch in Pal\u00e4stina, wie ich auf einer Reise feststellen musste. Hier m\u00fcssen die Menschen sich oft erst mit anderen Problemen befassen.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nIn Pal\u00e4stina ist die Theater-Kultur nicht so ausgepr\u00e4gt wie bei uns \u2013 oft gibt es in den gro\u00dfen St\u00e4dten gar kein Theater und wenn, dann ist es nicht besonders bekannt, da ein Theater-Besuch ein Luxus ist, den sich nur wenige leisten k\u00f6nnen.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nNicht aber so in Hebron. Die Stadt, in der die israelische Pr\u00e4senz in Pal\u00e4stina am st\u00e4rksten ist, leuchtet mit einem <link http:\/\/www.yestheatre.org\/pages\/main?lan=ge _blank external-link-new-window>Theaterprojekt<\/link> im Kulturbereich.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\n<b>\u00dcberwachung und Theater<\/b><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nWenn man in Hebron durch die Altstadt l\u00e4uft, dann sieht man immer wieder \u00dcberwachungskameras, \u00dcberwachungst\u00fcrme und man kommt immer wieder an Kontrollpunkte, die von israelischen Soldaten bewacht werden. Die Stra\u00dfe, die einst das Herz der arabischen Stadt darstellte, scheint heute wie tot. Alle Gesch\u00e4fte sind geschlossen, nur ein paar israelische Siedler wohnen nun hier und noch viel weniger pal\u00e4stinensische Familien, die ihr Zuhause einfach nicht aufgeben wollten.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nDas Konfliktpotenzial hier ist sehr gro\u00df, das merke ich besonders w\u00e4hrend einer Tour mit einem Pal\u00e4stinenser: Er h\u00e4lt vor drei Soldaten an und erz\u00e4hlt uns, wie unfair die Soldaten oft mit den Pal\u00e4stinensern umgehen. Da mischt sich einer der Soldaten in das Gespr\u00e4ch ein und behauptet, dass das, was unser Guide erz\u00e4hlt, nicht wahr sei. Er beginnt uns von seinen &quot;heldenhaften Taten&quot; zu berichten, wie er sagte.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nWer hier Recht hat, das ist schwer zu sagen. Wahrscheinlich beide, der Soldat war wom\u00f6glich tats\u00e4chlich jemand, der sich f\u00fcr Recht eingesetzt hat. Fotos und Berichte aus der Vergangenheit, beweisen jedoch, dass es vor ihm andere Soldaten gab, die nicht nach den gleichen moralischen Grunds\u00e4tzen gehandelt haben, wie er.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nViele Menschen in Hebron haben darunter gelitten, ihr Haus zu verlieren, teilweise sogar gedem\u00fctigt zu werden.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\n<b>Theater hilft jungen Pal\u00e4stinensern<\/b><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nUm vor allem den jungen Pal\u00e4stinensern, die unter der aktuellen Situation und an schlimmen Erinnerungen leiden, Hilfe zu bieten, f\u00fchrt das <link http:\/\/www.yestheatre.org\/pages\/main?lan=ge _blank external-link-new-window>YES-Theatre<\/link> verschiedene Projekte durch. Alle Projekte haben gemeinsam, dass sie den Jugendlichen helfen sollen, ihre Situation zu reflektieren, Gedanken zu teilen und neue Kraft zu gewinnen, um f\u00fcr ein friedliches Leben zu k\u00e4mpfen.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nDas Projekt Play4Kids soll jungen Menschen in Hebron erm\u00f6glichen, ein Theater zu besuchen und mit Hilfe der St\u00fccke ihre allt\u00e4glichen Probleme zu reflektieren.  Die aufgef\u00fchrten St\u00fccke befassen sich konkret mit der Lebenssituation neben israelischen Siedlungen und regen die Besucher zum Denken an.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\n<b>Jugendliche werden K\u00fcnstler<\/b><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nMit dem Projekt Kids4Kids soll Jugendlichen die M\u00f6glichkeiten gegeben werden, selbst mal auf der B\u00fchne zu stehen und K\u00fcnstler zu werden. In der Gruppe diskutieren sie Themen, die sie bewegen und sp\u00e4ter erarbeiten sie gemeinsam ein Theaterst\u00fcck. So lernen die Jugendlichen auf eine ganz andere Art, ihre Probleme und ihre Situation zu \u00fcberdenken. Durch das intensive Auseinandersetzen mit dem St\u00fcck, gewinnen die Teilnehmer des Projekts eine neue Sicht auf ihre eigene Situation und die im St\u00fcck thematisierten Probleme.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nIm Geb\u00e4ude vom YES-Theatre befindet sich auch eine Bibliothek, die ehemaligen Teilnehmern der Projekte zur Verf\u00fcgung steht. Sie haben ein Ehemaligen-Netzwerk gebildet, das immer weiter w\u00e4chst. Auch bei der Suche nach einem Job, wenn das Studium einmal beendet ist, hilft das Netzwerk des YES-Theatre. Dies ist in Pal\u00e4stina, einem Land, das beruflich fast keine Perspektiven bietet, eine wichtige Grundlage daf\u00fcr, am Arbeitsmarkt unterzukommen. Die Idee des Yes-Theatres ist, jugendliche &quot;Leader&quot; f\u00fcr die n\u00e4chste Generation auszubilden.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\n<b>Austausch mit der Welt und Kulturen<\/b><div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nUm sich ihre Unabh\u00e4ngigkeit zu sichern, finanziert sich die Nicht-Regierungs-Organisation mit Spenden vieler verschiedener Spender aus der ganzen Welt. Mit ihren Theaterproduktionen nimmt das YES-Theatre auch an internationalen Festivals teil.  Der interkulturelle und internationale Austausch wird sehr hoch gesch\u00e4tzt, weshalb auch Freiwillige und Praktikanten immer herzlich willkommen sind.<div class=\"youpod_import_br\"><\/div><br \/>\nIn Zukunft m\u00f6chte das YES-Theatre gerne auch deutsche Freiwillige aufnehmen, um von den Freiwilligen zu lernen, aber auch um den Freiwilligen zu zeigen, was es bedeutet, in Pal\u00e4stina zu leben. Denn oft haben die keine Idee vom Leben in dem arabischen Teil des Heiligen Landes.<\/p>\n<p><b><link http:\/\/www.yestheatre.org\/pages\/main?lan=ge _blank external-link-new-window>Internetseite des YES-Theatre<\/link><link https:\/\/www.facebook.com\/Yes-theatre-Palestine-289764851145997\/timeline\/ _blank external-link-new-window>YE<\/link><\/b><link https:\/\/www.facebook.com\/Yes-theatre-Palestine-289764851145997\/timeline\/ _blank external-link-new-window><link ><b>S-Theatre bei Facebook<\/b><\/link><\/link>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Theater ist f\u00fcr uns selbstverst\u00e4ndlich ein Teil des kulturellen Lebens. In vielen anderen Teilen der Welt jedoch nicht. 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